Liebe Freunde,
wir erleben momentan eine besondere Zeit in unserem Leben. Gesundheitliche Gefahren, Einschränkungen der Grundrechte, ein Einfrieren des öffentlichen Lebens. Nahezu überall ruhen rotarische Aktivitäten. Viele von uns fragen sich, wie wir einen rotarischen Beitrag zur Bewältigung der vor uns stehenden Herausforderungen leisten können, innerhalb der geltenden Regeln und ohne andere zu gefährden.
Mit dem Projekt SCUTUM wollen wir helfen, Schutzausrüstungen für die an vorderster Front agierenden Mitmenschen herzustellen und zu verteilen. Dazu möchten wir alle Freunde aufrufen, zu überlegen, an einer der vielen verschiedenen Stellen mitzuwirken.
Es geht in einem ersten Produkt um die Herstellung von (einfachen, aber wirksamen) Schutzvisieren als Spuck- bzw. Tröpfchenschutz aus 3D-Druckern. Koll. Prof. Reich von der HS Anhalt hat mit seinem Team aus open-source Quellen einen schnell und unkompliziert herstellbaren Kopfbügel adaptiert, der mit handelsüblichen vierfach gelochten A4-Folien (z.B. Folien für Tageslicht-Projektoren o.ä.) zum Visier komplettiert wird.
Die Visiere werden bereits in einigen Einrichtungen getragen, getestet und wurden für praktikabel befunden. Tragkomfort und Robustheit der entwickelten Lösung wurde medizinischen Entscheidern für gut befunden.
Die Produktion erfolgt über einen Druckvorgang mit gängigen 3D Druckern. Dabei entstehen in einem Druckgang drei Schutzvisierhalterungen. Das dauert ca. 90 min. Es können verschiedene Druckmaterialien (Filamente) verwendet werden. Die Schutzschild-Halterung wiegt ca. 20g und kann leicht desinfiziert werden. Ebenso leicht kann das Visier gewechselt werden, indem die Folie ausgetauscht wird. 
Der Bedarf an solchen Hilfsmitteln ist groß. Sie haben nicht den Anspruch, professionelle Ausrüstungen zu ersetzen. Sie können jedoch einen behelfsmäßigen Schutz gewähren und so insbesondere jenen helfen, die sich an der vordersten Linie und leider zu oft unzureichend geschützt, um unsere Gesundheit und Versorgung kümmern.